„Baysanto“ fängt an zu ernten, was es gesät hat!

Hallo liebe Mitstreiter*innen,

sicher hat der eine oder die andere die Nachrichten gesehen und die unglaubliche Nachricht bereits gehört. Monsanto wurde erstmals verurteilt!
  Endlich!!!
Der Pharmariese und inzwischen Bayer-Tochtergesellschaft Monsanto wurde in Kalifornien verurteilt, dem an dem Non-Hodgkin-Lymphom erkrankten Schul-Hausmeister Dewayne Johnson eine Entschädigung von 289 Millionen Dollar (250 Millionen Euro) zu bezahlen, weil Monsanto seiner Informationspflicht über die tatsächliche Gefährlichkeit des Unkrautvernichters Roundup mit dem Wirkstoff Glyphosat nicht ausreichend nachgekommen sei und damit Schuld an der Krebserkrankung des Mannes trage.
Richterin Suzanne Ramos Bolanos und ein Geschworenen-Gericht in San Francisco sprachen Monsanto schuldig im Sinne der Anklage. Der Vizepräsident von Monsanto zeigte sich empört über das Urteil und kündigte an, in Berufung zu gehen.
Dennoch dürfte dieses Urteil ein Meilenstein im Kampf gegen Glyphosat sein. Es könnte gar als Präzedenzfall für tausende weitere Klagen gelten. Denn auch Dewayne Johnson war nur einer von über 400 Klägern, die augenblicklich in den USA gegen Monsanto klagen, weil sie vermuten, durch die Verwendung von Glyphosat an Krebs erkrankt zu sein. Seine Verhandlung war vorgezogen worden, weil es dem 46 jährigen bereits sehr schlecht geht.
Der mutige Mann gab in einem Interview deutlich zu verstehen, dass er diesen Kampf nicht für sich führt, sondern damit Glyphosat endlich die Beachtung erfährt, die es längst hätte erhalten müssen. Nämlich als eine Gefahr für Menschen und Umwelt!
In Deutschland gilt Glyphosat leider nach wie vor als unbedenklich. Jedoch hat die ehemalige Landwirtschaftsministerin Renate Künast bereits verlangt, Glyphosat nun zu verbieten. Man dürfe auch in Deutschland die Landwirte und Verbraucher nicht länger der Gefahr durch dieses Herbizid aussetzen. Landwirtschaftsministerin Klöckner kündigte Überlegungen an, die Verwendung von glyphosathaltigen Mitteln einzuschränken.
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