Mach die Welt bunter!

Liebe Mitmenschen!

Wie lange wollen wir noch warten, bis politische Grundlagen für eine Besserung der Lage geschaffen werden? Politik wird sich wahrscheinlich nie ändern.

Laßt uns deshalb gemeinsam selbst etwas tun, wenn auch nur in kleinen Schritten! Das ist allemal besser, als untätig das Ende abzuwarten. Zusammen können wir doch Einiges bewirken. Wenn die Insekten in nicht allzu ferner Zukunft noch seltener sind oder sogar schon ausgemerzt, ist es zu spät.

Durch einfache Maßnahmen kann schon sehr viel erreicht werden. In erster Linie müssen wir die Pflanzendiversität durch Aussaat oder Pflanzung stark erhöhen.

Viele Wildbienenarten sind teilweise von nur einer speziellen Pflanzenart abhängig, und selbst wenn die Pflanze schon lange nicht mehr an einem Standort vertreten war und dort wieder angesiedelt wird, kommen mit Geduld auf wundersame Weise die entsprechenden Insekten auch wieder zurück! Das behaupte ich aufgrund eigener, jahrelanger Beobachtung, ob dies nun bei der Vielfalt an Insekten auf alle zutrifft, kann ich natürlich nicht sagen.

Doch dadurch kommt die Hoffnung, daß wir das Ruder tatsächlich noch herumreissen können und einen schlimmeren Schaden noch abwenden können. Doch Willenskraft braucht es dazu schon!

Wir vom Aktionsbündnis möchten im Laufe der nächsten Jahre tatkräftig dazu beitragen und werden Sie hier auf der Homepage über Aktionen auf dem Laufenden halten. Gemeinden der Landkreise des Dreiländerecks sind gefragt, wenn es um Grünflächen geht, die immer nur gemäht werden, um des Mähens Willen, und die sie uns nun zur Verfügung stellen könnten, um schöne und auch einfache Alternativen zum puren Grün zu bekommen.

Denn nur Grün ist Grau für Bienen !

 

Die Stadt Amorbach hat uns dieses Fleckchen zur Verfügung gestellt und die Grasnarbe entfernt, nachdem wir den harten Boden noch mit der Fräse einigermaßen gelockert haben, konnten wir mit den Rechen noch größere Steine entfernen, bzw. die Fläche einebnen.

Wir hatten Einiges in Multitopfplatten vorgezogen:

Dann haben wir am 9. Mai losgelegt. Die Pflanzen wurden nach möglicher Wuchshöhe gepflanzt.

 

Alles wurde gut angegossen,  doch das reichte natürlich nicht allein aus, denn es standen auch ein paar sehr heiße Tage vor der Tür, an denen wir auch wieder mit unserem Wassertank kamen und die noch zarten, unscheinbaren Pflänzchen versorgten.

 

Nachher sah das Ganze so aus, was noch nicht viel hermacht, aber wir wissen, daß es ziemlich bunt wird. Bilder hierzu folgen.

Seither ist ein Monat vergangen, die Pflanzen sind gut angewachsen, jetzt dauert es nicht mehr lange…

 

 

Seitdem ist nun schon wieder ein Monat vergangen. Wir haben seitdem pflanzen sechs Mal gegossen, 2-3 Mal gehackt und Unkraut wurde beim Gießen oder beim einfach so mal vorbeischauen entfernt. Jetzt (5. Juli ) sieht es so aus, und die Bienen und Schmetterlinge freuen sich schon seit Längerem:

 

Hier der Pressetext, wie er bei der Zeitung eingereicht wurde. Unter „Presseberichte“ sehen Sie, wie er abgedruckt wurde.

Schön & nützlich – ein Insektenparadies in Amorbach
Wer sich noch an die prachtvollen Blumenwiesen früherer Jahre erinnern kann, wird es als großen Verlust empfinden: Monokulturen, industrielle Landwirtschaft und massenhafter Einsatz von Pestiziden haben diesen Biotopen den Garaus gemacht.
Aber ein wenig Abhilfe wurde in Amorbach geschaffen:
Schön fürs Auge – nützlich für eine Vielzahl von Insekten, so präsentiert sich die durch Mitglieder des Aktionsbündnisses „Giftfrei-im-3Ländereck“ angelegte Grünfläche direkt am „Eingang“der Stadt.
Ende April machten Bündnismitglieder den Vorschlag, die Rasenfläche am 2.Kreisel durch Blühpflanzen aufzuwerten und so Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und anderen Insekten Futter anzubieten. Prompt reagierte Bürgermeister Peter Schmitt, klärte das Bürokratische mit dem Strassenbauamt und wies die Bauhofarbeiter an, die Grasnarbe abzutragen. Ein paar Tage später erschien eine kleine Truppe vom Aktionsbündnis, um die Beetfläche zu modellieren, zu bepflanzen und ausgiebig anzugießen.
Jetzt – zwei Monate später – trägt die Arbeit bereits Blüten, lädt  Menschen zum Betrachten ein und die Insekten zum Festschmaus. Die Bepflanzung wurde so ausgewählt, daß sich die Blühphase bis zum Frost fortsetzt und daß auch reichlich Nektar und Pollen für die Insektenwelt geboten werden. Denn nur weil eine Pflanze hübsch blüht, heißt das noch lange nicht, daß auch die Insekten etwas davon haben. Viele der modernen Züchtungen, gerade die mit gefüllten Blüten, sind oft wertlos für Nützlinge. Nicht so in Amorbach! Hier wurde auf den Mehrwert der Pflanzen geachtet, Auge und Insekten sollen voll auf ihre Kosten kommen. Spinnenblumen für die Bienen, Löwenohr für die Hummeln, Nachtkerzen für Schwärmer, insgesamt wurden ca.30 verschiedene Spezies gepflanzt.
Nachahmer gesucht: Viele Grünflächen könnten im Landkreis so aufgewertet werden und jede Gemeinde könnte sich, je nach Möglichkeit, einbringen. Vielleicht gibt es ja bald einen „Blühflächen-Wettbewerb“? Schön wäre es- und nützlich auch.
Nähere Informationen über die Hintergründe des Aktionsbündnisses können Sie auf der Homepage www.giftfrei-im-3laendereck.de erfahren, oder Sie informieren sich direkt, z.B. am 21.und 22. Juli in der Gärtnerei Bienenweide in Walldürn-Rippberg, wo an beiden Tagen von 10-18 Uhr ein Informationsstand des Aktionsbündnisses vor Ort ist.